Frühjahrsvollversammlung

Katholikentag und Winfriedhaus: keine Angst vor ‘heißen Eisen’
Diözesanrat des Bistums Dresden-Meißen traf sich zur Frühjahrsvollversammlung.

Von Daniel Heinze


LEIPZIG. Den Blick auf ganz konkrete ‘heiße Eisen’, die die Katholiken im Bistum bewegen, aber auch auf das “große Ganze” des christlichen Glaubens richteten am 12. März rund 40 Mitglieder des Diözesanrates im Bistum Dresden-Meißen im großen Saal der Pfarrgemeinde St. Martin in Leipzig-Grünau. Auch stand die Frühjahrvollversammlung der Katholikenvertretung deutlich im Zeichen des 100. Deutschen Katholikentag Ende Mai in Leipzig.

Auf vielfältige Weise will der Diözesanrat sich bei dem Großtreffen präsentieren, etwa am Abend der Begegnung mit der „ansprechBar“, an der die Katholikentagsgäste bei Kaffee mit Christen aus der Region ins Gespräch kommen sollen oder zu Fronleichnam mit der Aktion “Begegnungen an 100 Orten”. Weiterhin wird der Diözesanrat das Podium „Aufstehen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit“ sowie drei Werkstattgespräche zur Ökumene durchführen. Ob bei der Suche nach weiteren Helfern, Privatquartieren oder Mitwirkenden auf dem Platz der gastgebenden Bistümer: im Vorfeld gibt es für die ehrenamtlichen VertreterInnen aus dem gesamten Bistum noch viel zu planen und vorzubereiten.  

Leidenschaftlich diskutiert wurde am Nachmittag die Zukunft des Winfriedhauses in Schmiedeberg, das 2017 brandschutzbedingt vorläufig geschlossen wird. Elisabeth Neuhaus, Leiterin der Abteilung Pastoral und Pfarrer Ralph Kochinka, Leiter der Bistumsjugendseelsorge, gaben dem Gremium ausführlich Auskunft über die Arbeit der AG Jugendhaus im Dresdner Ordinariat. Diese Arbeitsgruppe prüft derzeit Optionen, wie die Zukunft eines Jugendhauses im Bistum aussehen kann - eine Sanierung des jetzigen Winfriedhauses genauso wie einen möglichen Neubau oder dezentrale Lösungen. Im engagierten Austausch machten die Mitglieder des Diözesanrats deutlich, welchen wichtigen Wert die lange, generationenübergreifende Tradition des Winfriedhauses darstellt.

Den Blick auf die ganze (Welt-)Kirche richtete der Diözesanrat bereits zu Beginn seiner Arbeitssitzung. Was Papst Franziskus im apostolischen Schreiben “Evangelii Gaudium” unter einer “armen Kirche für die Armen” versteht, erläuterte Theologieprofessor Andreas Lob-Hüdepohl in einem leidenschaftlichen Impulsreferat: “Franziskus fordert uns auf, eine Kirche mitzugestalten, die engagiert ist und diakonisch, hörend und lernend, partizipativ, prophetisch - aber im richtigen Moment auch schweigend”, so der Berliner Moraltheologe.

Der Diözesanrat im Bistum Dresden-Meißen ist die demokratisch gewählte und anerkannte Vertretung des Kirchenvolkes, repräsentiert die katholischen Frauen und Männer aus den Pfarreien, Verbänden und Initiativen Sachsens und Ost-Thüringens und feiert im Herbst 2016 sein 25jähriges Bestehen.


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