Festtag zum 25-jährigem Bestehen

Diözesanrat fordert klares Bekenntnis gegen Rechts
Laiengremium feiert 25jähriges Jubiläum mit Festtag im Bischof-Benno-Haus.

SCHMOCHTITZ. „Rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien wie Pegida oder AfD wollen nicht diskutieren, sondern nur ihre Meinung wiedergeben. Wer diese Meinung  nicht annimmt und hinterfragt, ist aus deren Sicht bereits ein Außenseiter - das können wir nicht zulassen. Wir müssen die Diskussion führen, aber nicht mit der Spitze, sondern mit den Menschen in der Gemeinde“,  sagt Dr. Nikolaus Legutke. Der Markkleeberger ist Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen, dem wichtigsten Organ des Kirchenvolkes in der katholischen Kirche in unserer Region - ein Gegenüber und Dialogpartner für Bischof und Amtskirche. Legutke beobachtet mit Sorge, wie rechtspopulistische Tendenzen auch vor Kirchgängern nicht Halt machen und auch unter Katholiken vermehrt auf Zustimmung stoßen: „Das Schlimmere ist jedoch fast, dass die große Mehrheit, die wirklich nichts mit Rechtsextremismus zu tun haben will, schweigt. Hier müssen wir als Diözesanrat aktiv werden.“

Der Rat feierte am vergangenen Wochenende im Bischof-Benno-Haus in Schmochtitz bei Bautzen sein 25jähriges Bestehen. Nach einem stimmungsvollen Festgottesdienst mit Bischof em. Joachim Reinelt freuten sich die Mitglieder der Laienvertretung über Grußworte des Synodalpräsdidenten der Evangelischen Landeskirche Sachsens, Otto Guse, und des Vorsitzenden des Diözesanrates im Erzbistum Berlin, Bernd Streich. Einen Festvortrag zur gesellschaftlichen Bedeutung von Gremien wie dem Diözesanrat hielt Professor Hans-Joachim Meyer aus Berlin. Für ernste Gesichter, aber auch eine Menge Heiterkeit sorgte schließlich das Referat des Darmstädter Sozialpädagogen Martin Erhardt, der mit viel Witz und Herzblut über „die neuen Alten“ und neue Formen der Seniorenpastoral sprach – eines von vielen wichtigen Themengebieten, mit denen sich der Diözesanrat beschäftigt.

„Der Diözesanrat ist unsere Stimme, um Kirche mitzugestalten,“ unterstreicht Regina Kaluza, die Vertreterin der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die Wichtigkeit der Kirchenvolksvertretung im Bistum Dresden-Meißen. Mathias Kretschmer vom Katholischen Arbeitskreis in der CDU Sachsen, pflichtet ihr bei: „Wichtig ist, dass es so eine Laienvertretung überhaupt gibt und dass sie bereits 25 Jahre durchgehalten hat – nun ist es an uns, diese gute Arbeit weiterzuführen.“

Autoren: Daniel Heinze, Stephanie Hauk.


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