Wir distanzieren uns und bitten alle Gäste um Verzeihung.

Die schweigende Mehrheit muss sich zu Wort melden

Diözesanrat der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen distanziert sich von Vorkommnissen in Dresden zum 3. Oktober

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen distanziert sich entschieden von den politikerfeindlichen Demonstrationen aus Anlass der Feierlichkeiten zum Tag der „Deutschen Einheit“ in Dresden.
Ebenso distanziert sich der Diözesanrat von den Bombenangriffen auf Moscheen im Vorfeld der Vorbereitung des Festes sowie von den Schmährufen und Drohungen gegen Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker, aber auch gegen ehrenamtlich tätige BürgerInnen, die an der Gestaltung unseres Staates, unserer Gesellschaft mitarbeiten, gerichtet wurden.

Die Beleidigungen gegen unseren Bundespräsidenten, die Bundeskanzlerin, gegen alle PolitikerInnen in den unterschiedlichen Bereichen, sind ein Angriff auf die Demokratie und verurteilen wir entschieden. Wir schließen uns der Aussage von Friedrich Schorlemmer an: „Und wenn Leute bei Übergriffen auf Ausländer auch noch brüllen: ,Wir sind das Volk‘, dann wird mir ganz schlecht.“

Die Mehrheit der Bevölkerung, unseres Bistums Dresden-Meißen, hängt nicht den rechtspopulistischen Aussagen unterschiedlicher Gruppierungen und Parteien an. Aber die schweigende Mehrheit muss sich zu Wort melden, muss sich gegen die Zerstörung der Demokratie zu Wehr setzen.

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen bittet, sicherlich auch mit der mehrheitlichen Zustimmung der sächsischen Bevölkerung, alle Gäste der Feierlichkeiten zum „Tag der Deutschen Einheit“ in Dresden für die ihnen zugefügten Beleidigungen um Verzeihung.

Dr. Nikolaus Legutke
Vorsitzender des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Dresden-Meißen


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