Erklärung des Diözesanrates des Bistums Dresden-Meißen zur Begleitung und Betreuung von Flüchtlingen

Der Diözesanrat hat sich bei seiner letzten Vollversammlung in Leipzig Schönefeld für eine Unterstützung von Flüchtlingen durch ehrenamtliche Betreuer aus den Gemeinden des Bistums Dresden-Meißen ausgesprochen. Er richtet an alle Gemeinden die Bitte und Aufforderung, nach dem Vorbild einiger Gemeinden unseres Bistums, „Willkommensinitiativen“ zusammen mit unseren evangelischen Schwestern und Brüder und anderen Initiativen zu bilden, und gemeinsam mit den hauptamtlich Tätigen, der Caritas und Diakonie, die auch die Ansprechpartner für die Gemeinden sind, den Aufenthalt der Flüchtlinge zu gestalten. So wie Papst Franziskus mit seinem Besuch im Flüchtlingslager Lampedusa ein Zeichen für eine europäische Flüchtlingspolitik gesetzt hat, können wir dies in unseren Kommunen vor Ort auch zum Ausdruck bringen. Wir sind als Christen verpflichtet, uns gegen jede Art ausländerfeindlicher Äußerungen zu stellen. Es ist eine Hilfe für Menschen, die durch Krieg, Mord und Hunger aus ihren Ländern vertrieben werden. An die Kommunen richten wir die Bitte, die Bevölkerung von vorneherein in die Auswahl eines Standortes einzubinden, so dass gemeinsam eine Situation des „Willkommens“ gestaltet werden kann.
Die Betreuung der Flüchtlinge ist durch die dafür hauptamtlich Tätigen nicht zu bewältigen, dazu benötigen sie ihre Hilfe, die Hilfe aller in unserem Bistum lebenden Bürger, hier ist ihre ehrenamtliche Tätigkeit gefragt.
Die Kommunen allein können die dabei auftretenden finanziellen Lasten nicht tragen. Deshalb unterstützen wir auch das an die Freistaaten formulierte Anliegen der Diakonie und der Caritas, dass der Freistaat Sachsen und der Freistaat Thüringen die Kommunen finanziell befähigt, eine verbesserte Unterbringung und eine sozialarbeiterische Begleitung der Flüchtlinge sowie der Koordination ehrenamtlicher Tätigkeit befähigt.
Dr. Nikolaus Legutke
Vors. des Diözesanrates
Bistum Dresden-Meißen


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