Hearing zur Sanierung des Winfriedhauses

Dies ist das Statement welches Frau Breyer im Rahmen der Teilnahme am öffenlichen Hearing zur Sanierung des Winfriedhauses am 25. Mai 2017 für den Katholikenrat verlesen hat.

 

"Wir,  die Mitglieder im Katholikenrat Bistum Dresden-Meißen freuen uns sehr über die Entscheidung Bischofs Heinrich Timmerevers zur Zukunft des Winfriedhauses. Haben wir uns als Diözesanrat doch in einem offenen Brief im Herbst 2015 für die Weiterführung dieses Hauses ausgesprochen und einen transparenten Entscheidungsprozess erbeten.
Wir freuen uns über diese Veranstaltung, die zeigt mit welcher Transparenz und welchem Maß an Beteiligung heute geplant und gearbeitet wird. Dies begrüßen wir sehr und wünschen uns dies als durchgängige Kultur in unserem Bistum.

Zur Frage nach der Kernzielgruppe – dazu zwei Anmerkungen:

1. Sie fragen nach der Öffnung für Familien. Um eine bessere Auslastung des Hauses zu erreichen, sollte sicherlich die Nutzung durch andere Personengruppen möglich sein und ist dann wünschenswert. Aber bleiben Sie klar bei Planung klar und eindeutig bei der Zielgruppe: Kinder und vor allem Jugendliche. Alles andere verwässert das Konzept und spricht am Ende niemanden mehr wirklich an. Jugendliche brauchen einen eigenen Raum, der vollständig ihnen gehört, der von ihnen gestaltet und belebt wird! Alle anderen sollten hier außen vor bleiben. Für sie gibt es andere Häuser.


2. Ja, eindeutig ein Haus für die Jugend! Aber:
In Ihrer Einladung zum heutigen Hearing heißt es: „Meinungen und Einschätzungen einer möglichst großen Zahl der Personen und Gruppen zu hören, die das Winfriedhaus kennen und nutzen …“
Unser Appell: Planen und überlegen Sie auch für die Jugendlichen, die das Winfriedhaus noch nicht kennen. Was brauchen diese, um sich hier angesprochen und wohl zu fühlen? Bitte denken Sie nicht in geschlossenen Sympathisanten-Gruppen, in „inner circles“. Das Winfriedhaus darf nicht das Clubhaus eines „closed club“ werden.
So, wie das Winfriedhaus für viele Jugendliche vertraute Heimat ist, gehört es jedoch auch zur Realität dazu, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil der jungen Menschen im Bistum keine (Ver-)Bindung zu diesem Haus hat. Bitte bedenken Sie auch die Bedürfnisse und Interessen dieser Teilzielgruppe.

Ziel sollte sein, möglichst viele Jugendliche hier im Haus begrüßen und mit der seiner christlichen Identität und Atmosphäre in Berührung zu bringen. Dann erfüllt es seine Aufgabe.

Das Winfriedhaus soll weiterhin ein Haus für die Jugend sein. Deshalb sollten auch sie den konkreten Fragenkatalog zur Ausgestaltung beantworten. Hier möchten wir uns zurückhalten.
Gottes Segen für das Winfriedhaus und für alle, die dort einkehren oder arbeiten!

Mit freundlichen Grüßen
 
Martina Breyer
Vorsitzende Katholikenrat"


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